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Endlich gibt's hier den ersten Sieg zu vermelden! Und zwar am Säuliämtler
OL vom vorletzten Samstag. OK, ok, über den Wert kann man bei zwei Teilnehmern
streiten, aber man gibt sich manchmal auch mit wenig zufrieden ;-) Am Freitag
vor dem Lauf verspürte ich plötzlich Lust, wieder mal einen OL zu machen, und
da dieses Jahr die Teilnehmerzahlen wegen des Wetters und des Nationalen am
Sonntag eher tief waren, gab's im Rechnungsbüro auch nicht viel zu tun und ich
konnte guten Gewissens einen Abstecher in den Aeugsterberg machen. Es war hart!
Teilweise knietiefer Schnee, denn der Aeugsterberg ist doch gut 800m hoch. Hat
Spass gemacht, das ganze, so dass ich mich gleich für den Tessiner 2-Tägeler
nachmeldete! Und ich fühlte mich beim ersten Quertraining seit September ganz
ok! Nur der Muskelkater bis am folgenden Mittwoch zeigte, dass sich meine Waden
anscheinend nicht mehr sonderlich an Steigungen gewohnt sind...
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Karte Säuliämtler
2-giorni Ticino
Im Tessin hat's mir immer gut gefallen, grad im Frühling, wenn's dort schon
so richtig warm ist und bei uns zuhause noch nass und kalt. War dieses Jahr zwar
auch nicht grade schlecht im Norden, aber die (angeblichen, laut Radio DRS) 28
Grad in der Magadino Ebene haben dann doch alle Erwartungen übertroffen. Es kam
mir schon warm vor im Scarpapé oberhalb Bellinzona, aber viel mehr als 20 Grad
hätt ich jetzt nicht geschätzt. 6,6km 390Hm, ein Klacks, dachte ich vor dem
Lauf, der dann jedoch vor allem gegen den Schluss doch nahrhafter als erwartet
wurde! Mir gelang ein technisch sauberer Lauf ohne grobe Fehler, einzig ein paar
Routen gelangen mir nicht optimal. Sehr zufrieden war ich auch mit dem Resultat,
dem zweiten Sieg im zweiten Lauf diesen Frühling ;-)
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Karte 1. Tag
Mit einem Polster von gut 2 Minuten auf den Tessiner-Altmeister Stefano Maddalena
eröffne ich also am Sonntag also den Jadgstart. Mein vermeintlich härtester
Konkurrent Urs Müller liegt bereits 4 Minuten zurück. Mit einem sauberen Lauf
sollte also nichts schiefgehen... ein sauberer Lauf wurde es, doch als ich nach
Posten 10 ein Knacken hinter mir höre und Urs Müller sehe, ist's aus mit der
Ruhe! Stefano hat ebenfalls fast aufgeschlossen. Was ist passiert? Ich weiss es
nicht, gut, die eine oder andere Route bin ich nicht optimal gelaufen und bei
Posten 7 verlor ich durch eine Unsicherheit etwa 30''. Aber 4 Minuten? Die
Zwischenzeiten belegen klar und deutlich: ich bin zu langsam gelaufen, obschon
ich das Gefühl hatte, am Anschlag zu sein. Nachdem mich Urs aufgeholt hat, kann
ich aber auch einen Gang raufschalten, also trügte dieses Gefühl vorher
gewaltig. Jetzt geht also die Post ab! Urs und ich drücken gegenseitig aufs
Tempo, Stefano versucht dranzubleiben, doch wir können einen kleinen
Sicherheitsabstand zu ihm halten. Ab Posten 17 wird es richtig hektisch, die
Nerven liegen blank. Ich meine zuerst, Posten 19 ist der letzte, also greife ich
zu 18 an, mache aber einen Fehler (und Urs mit mir). Vor 19 merke ich, dass es
erst der zweitletzte ist, es aber zum letzten aber alles dem Weg nach geht, also
Vollgas! Wenn ich gegen den muellerschen Turbo-Booster eine Chance haben will, muss ich den letzten Posten
um jeden Preis als erster stempeln. Ich gebe alles, wir sind gleichauf beim
Posten. In der Hektik brauchen wir etwa 3'', so kommt es mir zumindest vor, bis wir das Loch der SI-Einheit
treffen... Piip - jetzt werden die die Beine und die Ellbogen ausgefahren!! Der
Zieleinlauf gleicht einer Abfahrtspiste, steil, kurvig und rutschig. Wir
schenken uns nichts (etwa so stelle ich mir Boarder-Cross vor), doch in er ersten Kurve verabschiede ich mich mit einem
Herminator-Nagano98-Kamikaze-Sturz und Urs läuft zu einem ungefährdeten Sieg.
Damit hat er sich also doch noch revanchiert für die Spurtniederlage auf dem
Ceneri anno 2000. ;-)
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Karte 2. Tag
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Resultate
Fazit Tessin
Ich bin mehr als zufrieden mit der momentanen Form, wenn ich mein
Wintertraining anschaue! Technisch war es eine solide Leistung. Bezüglich (Mikro-)Routenwahl
gibt's einiges zu verbessern, ich konnte bei Stefano auch gleich ein bisschen
Anschauungsunterricht erhalten, wie man's macht. Und jetzt das beste: es hat mir
wieder richtig Spass gemacht, einen OL-Wettkampf zu machen! Sogar ein leichtes
Kribbeln im Magen verspürte ich am Sonntag vor dem Start, und es wurmte ich
dann doch ziemlich, dass ich meinen Vorsprung noch vergeben hatte. Ein gewisser
Ehrgeiz scheint also noch vorhanden zu sein..
Die Hard-Facts:
- 2 OL-Wettkämpfe, gesamthaft 2. Rang, 7'' Rückstand.
- 80km 1500Hm auf dem Velo.
- 8 Blasen an den Füssen. Die empfindlichen Stellen an den Füssen werd ich
nächstes Mal auch am Samstag mit Tape abdecken, dann tut's am Sonntag und
Montag ein bisschen weniger weh. Nur weiss man leider immer erst im Nachhinein, wo ueberall die empfindlichen Stellen sind...
- Das Training.
Kein Marathon
Nach reiflicher Überlegung habe ich entschieden, den Marathon am 17. April
nicht zu laufen. Die Gründe sind folgende:
- Ich habe 4-5 Wochen gutes Training verpasst im Januar und Februar. Bei
einem 15-wöchigen Aufbau ist das zuviel.
- Deshalb glaube ich nicht, dass ich eine für meine Verhältnisse gute Zeit
von 2.30 - 2.35 laufen kann. Auch wenn die Form momentan gar nicht mal so
übel ist. Einfach laufen, damit ich gelaufen bin, das war nie das Ziel.
- Schlechtere Vorbereitung bedeutet grössere Verletzungsgefahr bei einem 2
1/2 stündigen Wettkampf auf Asphalt.
- Schlechtere Vorbereitung bedeutet längere Erholungszeit bei einem so
langen Wettkampf. Wenn ich 3 Wochen brauche, um mich zu erholen, ist fast
Mitte Mai, bis wieder an richtiges (OL-)Training zu denken ist.
- Das (Arbeits-)Umfeld wird sich auch in den nächsten Wochen nicht stark
ändern. Ich bin bis Mitte Mai in einem Projekt involviert, bei dem der
Arbeitsaufwand etwas schwierig abzuschätzen ist. Kann sein, dass ich kaum
Zeit fürs Training finde, kann aber auch sein, dass zwei Trainings am Tag
drinliegen. Jedenfalls ist es nicht optimal, um einen gezielten Aufbau
voranzutreiben.
Die Erfahrungen des Marathontrainings werde ich jedoch trotzdem zu nutzen
versuchen, indem ich diesen Frühling mehr als in anderen Jahren auf der Strasse
trainiere, und auch den einen oder anderen Strassenlauf mache. Denn: Abwechslung
im Training bringen dich weiter!
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